Kurische Nehrung, Land und Leute kennenlernen. Unsere fünfzehnte Reise in den Rayon Selenogradsk fand in der Zeit vom 21.07. - 01.08.2010 statt. Es nahmen 46 Personen an der Reise teil. In Selenogradsk wohnten wir, wie immer in Familien.

Gastgeber und Reiseteilnehmer vor der Abfahhrt am 31.07.2010 in Selenogradsk
Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein für ehrenamtliches Engagement
Gabriele Kascha hat für ihr ehrenamtliches Engagement die Ehrennadel des Landes Schleswig-Holstein erhalten. Sie nahm die Auszeichnung am Dienstag den 13.07.2010 in Kiel aus den Händen von Landeschef Peter Harry Carstensen und Kultusminister Ekkehard Klug entgegen. Die Auszeichnungen können Menschen im nördlichsten Bundesland erhalten, die mehr als zwölf Jahre zum Wohle der Allgemeinheit ehrenamtlich tätig sind. Die Ehrenadel ist 15 Millimeter groß, besteht aus Silber und zeigt das Landeswappen.
Info über den Tierschutz
Auf Einladung des Partnerschaftsvereins Selenogradsk konnte eine achtköpfige Gruppe interessierter Tierärzte und Tierschützer Tierheime in Kiel, Hamburg und Elmshorn besuchen. Außerdem standen Besichtigungen von Tierkliniken in Quickborn und Norderstedt auf dem Programm. Hier durften die russichen Ärzte sogar mitoperieren und konnten unter Beweis stellen, dass sie ihren deutschen Kollegen handwerklich in nichts nachstehen. Die russischen Ärzte zeigten sich allerdings begeistert von den technischen Möglichkeiten, die deutschen Veterinären zur Verfügung stehen.

Im Tierheim Elmshorn
Trinationales Projekt
Gäste aus Polen und Russland lernen Pinneberger Behindertenarbeit kennen. Eine Gruppe von Pädagogen aus dem russischen Selenogradsk (ehemals Cranz) und dem polnischen Elblag (ehemals Elbing) konnten drei ganz besondere Tage im Kreis Pinneberg verbringen. Das Programm bei diesem Besuch wurde von Gabriele Kascha vom Verein Selenogradsk initiiert.
Gemeinsam mit deutschen Partnern aus Rostock und unserem Kreis arbeiten die Sonderpädagogen an einem Projekt in dem der Wissensaustausch im Rahmen der Therapie und der Betreuung von Menschen mit Behinderungen im Vordergrund steht. Das Projekt wird von der Robert-Bosch-Stiftung finanziert.

Freundschaft und Fortbildung
42 Gäste aus unserem russischen Partnerkreis Selenogradsk, waren im April 2010 eine Woche im Kreis Pinneberg zu Besuch und erlebten ein umfangreiches Bildungsprogramm. Die vom Verein Selenogradsk organisierte Bildungsreise hat inzwischen schon eine 14-jährige Tradition.
Weihnachtskonzerte des Königsberger Domchores im Kreis Pinneberg 2009
Die Organisatoren, auf deutscher Seite der Verein Selenogradsk e.V. und auf russischer Seite Dik Boltkestein, der niederländische Manager des Chors, freuten sich sehr über die so zahlreich erschienenen Gäste.
Das Konzept keinen Eintritt zu verlangen, sondern auf Spenden zu verweisen, hat sich unter mehreren Gesichtspunkten auch in diesem Jahr bewährt. Sozial schwächer gestellte Menschen hatten so die Möglichkeit, in den Genuss eines Weihnachtskonzertes zu kommen, das sie sich sonst nicht hätten leisten können. Die Künstler konnten außerdem vor einem vollen Haus singen und durch die hohe Spendenbereitschaft der Gäste, die es sich leisten konnten, kam genug Geld herein, um die Unkosten des Chors zu decken.
Dieses Konzept sozialer Teilhabe ist natürlich umso einfacher umzusetzen, wenn es ehrenamtliche Helfer gibt, die die Organisation übernehmen und Kirchen, die ihre Räume ebenso unentgeltlich zur Verfügung stellen.
20 russischen Kinder waren auf Einladung unseres Vereins für eine Woche im Kreis Pinneberg, um deutsche Weihnachtstraditionen kennenzulernen.

20 russische Kinder und sechs Kinder mit Behinderungen der Heideweg-Schule in Appen-Etz
Teil des Programms der jungen Gäste und der deutschen Schüler war das Ausgraben eines Weihnachtsbaums auf dem Schäferhof in Appen und anschließendes Wiedereinpflanzen in der Heideweg-Schule. Außerdem bastelten die russischen Kinder Christbaumschmuck. Für diesen Schmuck suchten die Veranstalter einen würdigen Platz. Auf Vermittlung des Kreispräsidenten Burkhard Tiemann ließ sich der Autohof Reimers für das Projekt gewinnen und in dessen Verkaufshalle steht heute der, laut Gerd Reimers, dem Besitzer des Autohofs, schönste Baum, den sie dort jemals hatten.
Weitere Programmpunkte der russischen Gäste waren Besuche des Weihnachtsmarkts in Stade und Hamburg, sowie Schwimmen, Reiten auf dem Schäferhof, Treffen verschiedener Jugendgruppen wie Pfadfinder aus Hainholz und der St. Nikolaigemeinde Elmshorns, Bogenschießen und Weihnachtsmalerei auf Porzellan.






