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10.01.2002

 

 


Kinder aus Selenogradsk feierten Weihnachten in Deutschland


Pinneberg/Selenogradsk (kf). 20 Jungen und Mädchen aus Selenogradsk haben die Weihnachtsfeiertage und das neue Jahr im Kreis Pinneberg verbracht. Jetzt kehrten sie mit vielen Eindrücken nach Russland zurück.
Beim Abschied vor der KGSE flossen Tränen. Die Gastfamilien hatten ihre kleinen russischen Gäste ins Herz geschlossen und umgekehrt. Für viele Familien, die über Weihnachten ein oder zwei Kinder aus der Partnerregion des Kreises Pinneberg aufnahmen, steht daher fest: In diesem Jahr wollen sie zu einem Gegenbesuch in das alte Ostpreußen aufbrechen.
Die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk, Gabriele Kascha, zieht eine positive Bilanz des Aufenthalts. "Eine deutsche Mutter hat zu mir gesagt, der Besuch der Kinder in ihrer Familie sei das schönste Weihnachtsgeschenk gewesen."
Der Verein Selenogradsk organisiert seit fünf Jahren die Besuche. Dabei bekommen die russischen Kinder Gelegenheit, deutsche Weihnachten zu feiern. Ein besonderes Erlebnis für die jungen Osteuropäer. In Russland hat das Weihnachtsfest nicht so einen hohen Stellenwert. Dafür wird Neujahr umso ausgiebiger gefeiert.
Für die Reisen werden besonders Kinder aus ärmeren Familien ausgewählt, die zudem von der Administration des Rayons Selenogradsk mit einem Reisekostenzuschuss unterstützt werden.
Neben der Möglichkeit für die Russen, eine andere Kultur kennen zu lernen, nutzt der Verein und sein Pendant auf russischer Seite die Reisen zum Austausch von Hilfspaketen und humanitärer Hilfe für ein Kinderheim und die dortige Schule. In diesem Jahr waren es rund 300 Päckchen.
Mittlerweile werden aber auch immer mehr adressierte Pakete von Ost nach West und in die Gegenrichtung transportiert. Viele Freundschaften sind in den Jahren der Partnerschaft zwischen Russen und Deutschen entstanden. So brachten die Russen rund 160 Weihnachtspakete mit. Von deutscher Seite wurde noch einmal die gleiche Zahl geschickt. Dazu kamen anonyme Pakete mit Nahrungsmitteln für bedürftige Familien. Die Verteilung in Russland übernimmt der Verein Pinneberg-Selenogradsk. Die neue Vorsitzende Olga Baraeva hatte die Kinder in den Kreis Pinneberg begleitet.