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06.07.2003

 

 


Seit über vier Jahren bietet der Verein Selenogradsk Schüleraustausch an

Das einjährige Schüleraustauschprogramm der sechs Russinnen aus dem Rayon Selenogradsk nähert sich dem Ende.

Pinneberg/Elmshorn (al). Für die sechs russischen Schüler heißt es heute Abschied nehmen. Nach einem fast einjährigen Aufenthalt im Kreis Pinneberg fahren sie nun zurück in ihre Heimatstadt Selenogradsk, der russischen Partnergemeinde des Kreises Pinneberg.
"Es ist ein großes Abenteuer sowohl für die Gastschüler wie auch die Gasteltern gewesen", erklärte Kreispräsident Burkhard E. Tiemann zum Ende des einjährigen Schüleraustauschprogrammes. Es sei anzumerken, dass die Schülerinnen sich gut eingelebt haben, keine Gäste mehr seien, sondern als vollwertige Familienmitglieder aufgenommen wurden. Im Namen des Kreises richtete der Kreispräsident einen Dank an die deutschen Gastfamilien aus, die sich in den vergangenen elf Monaten um die 15 bis 18 Jahre alten Russinnen gekümmert haben. "Es ist immer ein beidseitiges Erlebnis", sagte Vereinsvorsitzende Gabriele Kascha. Bereits im August kommen die nächsten russischen Gastschüler aus dem Rayon Selenogradsk angereist. Auf die Frage, ob sich die Russin Anna Belowa auf ihr Zuhause freue antwortet sie: "50:50." Sie möchte mit ihren deutschen Freunden weiter in Kontakt bleiben. Für Lena Kuschnir hatte die Klasse sogar eine Abschiedsfeier organisiert. Ihr fällt es schwer, Abschied zu nehmen. "Meine Familie war super toll", war ihr Fazit des Schülerprogrammes. Auf ein abwechslungsreiches Jahr können die Russinnen zurückblicken: Integriert in das deutsche Schulsystem nahmen sie an Klassenfahrten teil, belegten Sprachkurse, leisteten zwei Praktikas und beteiligten sich zusätzlich am Internationalen Jugendprogramm (EN berichteten). Dabei konnten die Schülerinnen an einer Expedition teilnehmen, Gerichtsverhandlungen besuchen und den Umgang mit Behinderten lernen. Denn ein Praktikum ist für alle Teilnehmerinnen in der Heideweg-Schule vorgesehen.
Auch die deutschen Schüler haben die Möglichkeit, ein Praktikum in der russischen Partnerstadt Selenogradsk zu machen oder die Mittelschule (ähnlich einer Gesamtschule) zu besuchen.

Elmshorner Nachrichten