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16.08.2003

 

 

Ein Feuerwerk der russischen Musik


Moorrege. „Die Darbietungen sind großartig. So großartig, wie ich es gar nicht erwartet hatte“, gab Bürgermeister Karl-Heinz Weinberg mit anerkennendem Blick zu Gabriele Kascha zu. „Ja, das Niveau der Künstler ist hoch“, pflichtete die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk bei. Der Anlass: Am Freitag, 22. August, gastieren in Moorrege junge Künstler der Kunst- und Musikschule Selenogradsk, deren Bänke bereits zahlreiche Hochbegabte drückten. Bereits im vergangenen Jahr waren die Gäste aus Russland in der Gemeinde zu Gast, begeisterten die Zuschauer mit der traditionsverbundenen Mischung aus Tanz, Tracht und Gesang.

„Jantar“ heißt das aktuelle Programm der Tanz- und Gesangsgruppe „Pljassizi“ und dem Chor „Gloria“ von der Kunst- und Musikschule sowie dem Ensemble „Mosaica“, das aus Novgorod stammt. Dass die jungen Musiker zwischen acht und 18 Jahren in den Kreis Pinneberg kommen, um hier aufzutreten, ist kein Zufall: Es besteht eine Kreispartnerschaft zu dem Kreis Selenogradsk. Wichtiges Glied in der Kette ist dabei allerdings der 1995 gegründete Verein, der sich die Unterstützung der 1991 vom Kreis gegründeten Partnerschaft auf die Fahne geschrieben hat und seinen Schwerpunkt in der Umsetzung der Völkerverständigung sieht. „Er organisiert die Besuche“, so Kascha, die betonte, dass keine politische Bindung vorliege. Vielmehr würden sich, so Vorstandsmitglied Gerhard Kascha, unter den mittlerweile 210 Mitgliedern in Deutschland Vertreter verschiedener Coleur befinden.

Mit den Besuchen, der hiesige Verein trägt die Kosten für Fahrt, Unterbringung und Unternehmungen der Selenogradsker, sind mehrere Ziele verbunden: „Die Konzerte sollen einerseits dafür sorgen, die Partnerschaft bekannt zu machen“, sagt die Vorsitzende.

Die Verbindung, festgehalten auf Papier, solle auf diese Weise mit Leben erfüllt werden. Darüber hinaus soll die Schule, an der die rund 400 Zöglinge täglich unterrichtet werden, unterstützt werden. „Im vergangenen Jahr konnte mithilfe des Erlöses zum Beispiel die Außenfassade renoviert werden“, berichtete Kascha.
Für den 22. August versprechen die Vereinsmitglieder ein Programm voller „Schmiss und Aktion“, das die russische Tradition weitergeben und transportieren möchte. „Zum Beispiel wird auf Originalinstrumenten gespielt“, so die Vorsitzende. Wer neugierig geworden ist, wie die Mischung aus bunten Trachten, hellen Stimmen, der Begleitung auf traditionellen Instrumenten sowie Liedern von Rachmaninow und Mozart klingt und aussieht, kann die Künstler ab 19.30 Uhr im Moorreger Schulzentrum sehen. Karten kosten zehn, ermäßigt sechs Euro. Tickets gibt es an der Abendkasse sowie bei der Bäckerei Eggers an der Klinkerstraße. Wer sich über die Künstler, die Schule oder den Verein informieren möchte, ist im Internet unter www.selenogradsk.de an der richtigen Adresse.

Pinneberger Tageblatt
Von Nina Mehrmann