18.08.2003
Wedel. Vor zehn Jahren besuchten junge Musiker und Tänzer aus Selenogradsk zum ersten Mal den Partnerkreis Pinneberg. Bereits zum siebten Mal trat die Gruppe jetzt in der Rolandstadt auf. Die Vorstellung am Wochenende war der Auftakt zu einer Konzertreihe, die die Musikschüler in verschiedene Städte und Gemeinden im Kreisgebiet führt.
Während der Premiere im Theater Wedel am Freitagabend war kein freier Platz mehr zu bekommen: Etwa 100 Besucher hatten sich eingefunden und wurden von dem Programm „Jantar - ein musikalisches Feuerwerk“ verwöhnt. Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins zur Förderung zwischen dem Rayon Selenogradsk und dem Kreis Pinneberg, der die Veranstaltungen organisiert hatte, begrüßte unter anderen Stadtpräsidentin Sabine Lüchau (CDU) und bedankte sich bei der Stadt Wedel sowie der Stadtsparkasse für die Unterstützung. Anschließend stellte sich Tamara Sidorova, die die künstlerische Gesamtleitung der Veranstaltung hatte, vor. Insgesamt 76 Künstler im Alter von acht bis 18 Jahren standen auf der Bühne.
Den Anfang des Konzerts machte das Orchester „Mosaica“. Unter der Leitung von Serge Jakovlav intonierten die Mädchen und Jungen Volksmusik auf teilweise historischen Instrumenten und ernteten für ihre Darbietung viel Beifall. Der Chor „Gloria“ sang russisch-orthodoxe Lieder sowie klassische Weisen. Zu den Höhepunkten der Veranstaltung gehörte der Auftritt der Vokal- und Tanzgruppe „Pljassizi“. Da gab es vom Pubikum Szenenapplaus, als die Akteure über die Bretter wirbelten und in gekonnter Manier atemberaubende Tanzfiguren zeigten. In ihren traditionellen Kostümen boten die Gruppen zudem ein prächtiges Bild.
Am Sonnabendvormittag zogen die Musiker und Tänzer durch die Wedeler Innenstadt und gaben auf dem Rathausplatz eine Kostprobe ihres Könnens. Schnell sammelte sich eine große Schar von Zuschauern um die Gäste aus Selenogradsk und belohnte die Vorstellung der jungen Leute mit viel Applaus. Die russischen Besucher sind bei Gasteltern in fast dem gesamten Kreis Pinneberg untergerbracht. Auf dem Besuchsprogramm stehen außer den Konzerten Ausflüge in die Umgebung, darunter eine Exkursion zum Wildpark Eekholt und zum Heidepark sowie Fahrten nach Lüneburg und Friedrichstadt. Bei ihrer Stippvisite in Wedel vergnügten sich die Mädchen und Jungen im Freibad. Zudem hatte die Freiwillige Feuerwehr an der Wache extra eine Übung organisiert.
Wer das Konzert in der Rolandstadt verpasst hat: Die Selenogradsker Künstler treten noch fünfmal im Kreis Pinneberg auf: Gemeindezentrum Heidgraben (19. August, 15 Uhr), Ladiges Gasthof, Holm (20. August, 19.30 Uhr), Schulzentrum Moorrege (22. August, 19.30 Uhr), Alter Markt, Elmshorn (23. August, 11 Uhr) und im Theater Elmshorn (23. August, 19.30 Uhr).
Pinneberger Tageblatt
Von Thomas Krohn





