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17.07.2003

 

 


Tennis: Ehepaar Staubes erfreute Kinder aus Selenogradsk


Elmshorn - Wenn es in Elmshorn um Aktivitäten im Tennissport geht, ist Günther Staubes (69) in vorderster Linie zu finden. Das gilt im Großen für den "Volksbank-Tennis-Talente-Tag", der vor drei Wochen auf dem Buttermarkt mit über 700 Kindern zum zweiten Mal veranstaltet wurde, aber auch für kleine Aktionen. Kürzlich veranstalteten Staubes und Ehefrau Ellengard einen "Tennis-Workshop" für 19 russische Kinder, die auf Einladung des Vereins Selenogradsk zehn Urlaubstage in der Jugendbildungsstätte Barmstedt verbrachten.

"Wir haben in den Hallen des LTC Elmshorn Kleinfelder aufgebaut und Schnuppertraining gemacht", sagte Staubes, "und Kinder und Betreuer hatten viel Spaß, obwohl die Verständigung auf Grund des Urlaubs von LTC-Trainerin Olga Schaposchnikowa weitgehend über Zeichensprache erfolgte. "Mein Russisch habe ich leider vergessen", sagte Günther Staubes, der wie Schaposchnikowa in Kaliningrad, dem früheren Königsberg, in Nachbarschaft zu Selenogradsk geboren wurde.

"Als ich elf war, reichten meine Sprachkenntnisse zumindest dafür aus, auf dem Markt Lebensmittel zu verkaufen", erinnerte sich der Rentner an die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg, bevor er 1946 nach Eutin übersiedelte.

Den letzten Besuch in der alten ostpreußischen Heimat machte Staubes mit seiner Frau vor zwei Jahren. "Es gibt zwar nur noch wenige Stellen, die so aussehen wie früher", so Staubes, der seit 40 Jahren in Elmshorn lebt, "aber der Bereich Tiergarten hat sich meiner Ansicht nach kaum verändert."

Nicht zuletzt wegen dieser Erinnerungen machte dem Tennissenior der Kontakt zu der Gruppe aus dem Kinderheim Istok und dem Bezirk Selenogradsk so viel Spaß. Unterstützt wurden die Familie Staubes von Gabriele Kascha, der Geschäftsführerin des Vereins "Selenogradsk, deren Sohn Lars, von Jan Philipp Stephan und der Gastschülerin Anna Belowa.

Besonderen Dank richtete Günther Staubes an die Firmen Coca Cola, Harry Brot, Alsan, Kölln-Flocken, die Kreissparkasse Südholstein und einige LTC-Mitglieder, die das Mittagessen ermöglichten beziehungsweise Kuchen bereitstellten.

Dass sie in Elmshorn Tennis gespielt haben, werden die russischen Gäste, die nach einem Abschlussgrillen in Bokel in ihre Heimat zurückreisten, Zuhause auch beweisen können - alle erhielten als Präsent ein weißes T-Shirt mit der Aufschrift LTC Elmshorn. mabo

Pinneberger Zeitung