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Sparkasse Südholstein

29.08.2003
 

 

 

Deutsche Jugendliche bauten Spielplatz in Russland. Zwölf junge Menschen aus dem Kreis Pinneberg haben in diesem Sommer im russischen Selenogradsk einen Spielplatz gebaut und dabei beinahe die Telefonversorgung des Ortes an der Ostsee gekappt.


 
Pinneberg/Selenogradsk. Das Ding war in keinem Plan eingezeichnet. Als die zwölf deutschen und acht russischen Jugendlichen Löcher für das Fundament des Spielplatzes gruben, stießen sie ausgerechnet im letzten Loch auf ein Telefonkabel. Das Kabel sah sehr neu aus. Später haben wir erfahren, das an dem Kabel fast der gesamte Ort angeschlossen war, berichtete Lars Kascha, Vorsitzender der Jugendgruppe des Vereins Selenogradsk. Also mussten die acht Frauen und zwölf Männer alle Löcher noch einmal neu graben.
 Doch trotz dieser Schwierigkeiten entstand auf dem Gelände der Mittelschule im ehemaligen Ostseebad Cranz in nur sieben Arbeitstagen aus massivem Eichenholz ein Spielplatz mit Schaukeln, einer Hängebrücke und Türmen.
 Und für die Schwierigkeiten wurden die Baumeister in den verbleibenden sieben Tagen mit einem ausgedehnten Freizeitprogramm belohnt. Außerdem, so Lars Kascha, habe Gastmutter Valentina Konova mit ihren reichhaltigen Mahlzeiten gut für sie gesorgt.
 In Russland gibt es nur noch Spielplätze aus der Sowjetzeit und die sind meist in schlechtem Zustand, begründete Lars Kascha den Einsatz aus Deutschland. Aus diesem Grund hatte es den Vorschlag aus der russischen Partnerregion des Kreises Pinneberg im ehemaligen Ostpreußen gegeben, einen Spielplatz zu errichten.
 Die Planung und Organisation der Reise hatten die beiden Jugendgruppen der Partnerschaftsvereine in den jeweiligen Ländern übernommen.
 Die Stiftung der Kreissparkasse, der Kreis Pinneberg, das Land Schleswig-Holstein und der Verein Selenogradsk bezahlten das 7500 Euro teuere Projekt. 1000 Euro steuerte die Jugendgruppe selber bei. Es ist das Geld vom Stark-Preis, den die Gruppe im März für den Bau eines Spielplatzes auf den Gelände eines Kinderheims bei Selenogradsk im vergangenen Jahr bekommen hatte. Und vielleicht wird im kommenden Jahr wieder ein Platz errichtet.
 

 Uetersener Nachrichten
Von Sebastian Kimstädt