15.04.2003
Verein Selenogradsk in Berlin ausgezeichnet
Kreis Pinneberg/Berlin - Wenn der Bundestagspräsident unerwartet hohe Summen nennt, ist das nicht unbedingt ein Grund zur Freude. Parteispenden-Sünder, die zu Strafgeld-Zahlungen verdonnert wurden, wissen das. Für die Elmshornerin Gabriele Kascha hatte Wolfgang Thierse dagegen eine positive Überraschung parat. Die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk erhielt in Berlin nicht nur eine Ehrenurkunde des Deutsch-Russischen Forums, Thierse drückte ihr auch einen Scheck über 3000 Euro in die Hand. Damit wurde das langjährige Engagement des Vereins beim Schüleraustausch zwischen dem Kreis Pinneberg und dem russischen Rayon Selenogradsk gewürdigt.
Im seit 1993 bestehenden Deutsch-Russischen Forum unterstützen Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Medien die Völkerverständigung und den Kulturaustausch zwischen beiden Ländern. Dazu gehört auch die alljährliche Vergabe von Förderpreisen an ehrenamtliche Organisationen. Die Höhe des Preisgelds wird dabei stets bis zum Tag der Auszeichnung geheim gehalten. "Als wir die Einladung erhielten, haben wir allenfalls mit einer Anerkennungsprämie gerechnet", berichtet Gabriele Kascha. Immerhin hatten auch alle übrigen Preisträger bemerkenswerte Aktivitäten vorzuweisen.
Doch gerade die Förderung von Kontakten zwischen deutschen und russischen Jugendlichen waren für die Jury Grund genug, dem Verein Selenogradsk den zweithöchsten Förderpreis zuzuerkennen. Der Geldsegen ist sehr willkommen - natürlich zum Wohle von Kindern und Jugendlichen. Schon seit langem organisiert der Verein neben dem Schüleraustausch zahlreiche weitere Projekte für junge Menschen.
So wird beispielsweise die Jugendgruppe des Vereins im Juli nach Selenogradsk reisen, um dort einen neuen Spielplatz für die Mittelschule zu bauen. Dank der Überraschungs-Prämie aus Berlin ist der Kauf des Baumaterials für Schaukeln und Klettergerüste gesichert. nb
Pinneberger Zeitung





