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21.12.2004

 

 

Kreis Pinneberg/Berlin - Bürokratische Hürden und lange Wartezeiten gehören in der Partnerschaft zwischen dem Kreis Pinneberg und dem russischen Rayon Selenogradsk bislang ebenso zum Alltag wie herzliche Gastfreundschaft und interessante Kontakte. Die negativen Begleiterscheinungen sollen nun jedoch erheblich reduziert werden.

Das hofft der Elmshorner SPD-Bundestagsabgeordnete Ernst Dieter Rossmann. Anlaß für seinen Optimismus ist ein Abkommen über die Förderung der jugendpolitischen Zusammenarbeit, das jetzt im Rahmen der deutsch-russischen Regierungskonsultationen geschlossen wurde. Darin wurde bereits im Vorfeld des Staatsbesuchs des russischen Präsidenten Wladimir Putin unter anderem die Einrichtung von Koordinierungsbüros in beiden Ländern vereinbart.

Profitieren könnten davon vor allem die beiden Partnerschaftsvereine in Selenogradsk und im Kreis Pinneberg sowie Schulen und Vereine auf beiden Seiten. Schon seit Jahren, so Rossmann, seien ihre Bemühungen beim deutsch-russischen Schüleraustausch sowie bei Klassenfahrten und Jugendbegegnungen immer wieder mit Problemen im Umgang mit Behörden verbunden. "Ich hoffe, daß es mit diesem Regierungsprogramm mehr Hilfe und Erleichterungen gibt", sagt der Abgeordnete.

Obendrein ist für völkerverbindende Aktionen auch finanzielle Unterstützung in Sicht. Das deutsch-russische Abkommen regelt die Gewährung von Zuschüssen für Jugend- und Schüleraustauschprojekte. Auf deutscher Seite beteiligen sich das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Jugend und Familie sowie die Robert-Bosch-Stiftung und der Ost-Ausschuß der Deutschen Wirtschaft an dem neuen Förderprogramm. nb

Pinneberger Zeitung