Presse     
     
    2002  
    2003  
    2004  
    2005  
    2006  
    2007  
    2008  
    2009  
    2010  
    2011  

Zeitung

Wechselkurs

Sparkasse Südholstein

12.07.2004

 


 
 20 Kinder aus Selenogradsk, der russischen Partnerregion des Kreises Pinneberg verbrachten ihre Ferien in Barmstedt. Dabei machten die Kinder aus sozial schwachen Familien das ein oder andere unvergessliche Erlebnis.
 

Barmstedt/Pinneberg. In einem sind sich die Kinder aus Selenogradsk sicher. Der Besuch des Safariparkes im niedersächsischen Hodenhagen war der absolute Höhepunkt ihres neuntägigen Besuchs in Deutschland.
 Ich habe noch nie aus so kurzer Entfernung Affen gesehen, erzählt die 13-jährige Nastja. Natascha (11 Jahre) berichtet völlig fasziniert von den Leoparden und dem Nashorn, das seine große graue Nase sogar in den Bus der Kinder gesteckt hatte.
 Die Kinder waren aber auch von den anderen Punkten des Programms begeistert. Wie fast alle Jungen auf dieser Welt, gefiel dem zwölfjährigen Mischa der Besuch der Wedeler Feuerwehr am besten. Dort durften die Kinder nicht nur die Feuerwehrjacken und Helme anprobieren, sondern von der Drehleiter einen Blick über Wedel genießen. Eric (13) und Andreij (12) berichteten begeistert vom Bowling und Tennis, Diana von einer Schifffahrt auf der Elbe während Julia von Lars und Jan-Philipp schwärmte.
 Lars Kascha und Jan-Philipp Stephan sind Mitglieder der Jugendgruppe im Verein Selenogradsk, der sich um die Partnerschaft mit dem Rayon im ehemaligen Ostpreußen kümmert. Zusammen mit der Vorsitzenden des Verein, Gabriele Kascha, Ellengard Staubes und den beiden russischen Betreuerinnen Tatjana Nurca und Tatjana Visitskaja kümmerten sich Lars und Jan-Philipp um die jungen Gäste, die in der Jugendbildungsstätte in Barmstedt untergebracht waren. Teilweise ging das Engagement der beiden bis zum Umfallen. Ich finde es toll, das Lars und Jan mit uns noch Fußball spielen, obwohl sie total müde sind, freute sich Andreij.
 Der Verein Selenogradsk hat in jedem Jahr Kinder aus armen russischen Familien zu Gast. Zehn Kinder kommen aus dem Kinderheim des Bezirks, zehn weitere aus Familien. Viele Kinder sind traumatisiert, haben ihre Eltern verloren oder kommen aus sehr armen Verhältnissen. Für den Urlaub in Deutschland werden sie vom Jugendamt ausgewählt. Mit dem Aufenthalt hier, sollen sie von den russischen Alltagsproblemen abgelenkt werden. Deswegen wird mit dem Geld, den der Aufenthalt kostet, keine Freizeit in Russland organisiert.
 
 Uetersener Nachrichten
Von Sebastian Kimstädt