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20.08.2004

 


 
 Kreis Pinneberg und Verein Selenogradsk werben im Ludwig-Meyn-Gymnasium um Gastschüler
 

 Mit einer Werbetour durch vier Gymnasien im Kreis Pinneberg werben der Verein Selenogradsk und der Kreis Pinneberg unter deutschen Schülern für ein Gastschuljahr in der russischen Partnerregion. In Uetersen zeigten sieben Schüler Interesse.

Uetersen/Pinneberg/Selenogradsk. Dobro Poschalowac¦ - Herzlich Willkommen war ein oft wiederholter Satz in dem Vortrag von Irina Gulenkova und Marianna Orgakova.
 Die beiden jungen Frauen wollten deutsche Schüler in ihrer russischen Heimat Selenogradsk willkommen heißen. Mit einer informativen und liebevoll gemachten Power-Point-Präsentation warben die beiden jungen Frauen im Ludwig-Meyn-Gymnasium um Schüler, die für ein Jahr die Schule im Pinneberger Partnerkreis im ehemaligen Ostpreußen besuchen wollen.
 In dem Vortrag stellten die beiden Studentinnen ihre Heimatstadt am Fuße der Kurischen Nehrung und ihre ehemalige Schule vor. Sie erläuterten das Schulsystem und räumten im fließenden Deutsch auch mit so manchem Vorurteil auf. Wir haben Internet und Handys, erzählten die beiden und rechneten noch die aktuellen Tarife vor. Die Discos seien modern, die Cola günstig und Musik-CDs würden gerade mal 3,5 Euro kosten.
 Die Werbetour der beiden Russinnen ist vom Kreis Pinneberg und dem Verein Selenogradsk ins Leben gerufen worden. Der Verein hat bereits mehr als 30 russische Schüler in den Kreis Pinneberg geholt. Irina und Marianna waren zwei von ihnen. Aus Deutschland gingen aber nur zwei Jugendliche für ein Jahr nach Russland.
 Nach dem Wunsch von Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) und der beiden Partnerschaftsvereine auf russischer und deutscher Seite soll sich das jetzt ändern. Deswegen warben Irina und Marianna am Donnerstag und Freitag zusammen mit dem Kreispräsidenten und Olga Baraewa vom russischen Verein Selenogradsk in vier Gymnasien des Kreises Pinneberg um mögliche Gastschüler.
 Alleine in Uetersen meldeten sich nach dem Vortrag sieben Interessierte. Der Kreis Pinneberg könne im kommenden Jahr aber nur drei Schüler nach Russland schicken, bedauerte Tiemann. Trotzdem ermunterte er die Schüler, sich zu bewerben. Das ist ein interessantes Ding, so der Kreispräsident. Und Schulleiter Michael Lohmann, früher Russischlehrer, bot seinen Schülern an: Wer geht, bekommt von mir ein paar Unterrichtsstunden in Russisch.

Uetersener Nachrichten
Von Sebastian Kimstädt