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05.08.2004

 

 

Wedel. Diesmal müssen die Rolandstädter einen anderen Weg als gewohnt einschlagen, wenn sie die kleinen Künstler aus Selenogradsk bewundern wollen. Bereits zum 15. Mal geben die Nachwuchstalente aus dem russischen Partnerkreis des Kreises Pinneberg ein Konzert in Wedel - allerdings erstmals im Saal der Ernst-Barlach-Schule (EBS).

Bislang traten die russischen Gäste stets im Theater Wedel auf, aber da sie in diesem Jahr erst Ende August/Anfang September den Kreis Pinneberg besuchen, hat am Rosengarten schon wieder die Spielzeit begonnen. „Deshalb sind wir jetzt in die Schule umgezogen“, erläutert Gabriele Kascha, Vorsitzende des Fördervereins „Selenogradsk“. Damit verbunden ist auch die zweite Änderung, denn in dem 250 Besucher fassenden Saal wird es nur ein Konzert geben. Dies ist für Freitag, 3. September, vorgesehen.

Die 75 Mitglieder der Tanz- und Gesangsgruppe „Pljassizi“, des Orchesters „Mosaica“ und des Chors „Gloria“ werden am Freitagmorgen in Wedel erwartet. Die Kinder und Jugendlichen im Alter von sieben bis 18 Jahre sind alle Absolventen der Kunst- und Musikschule Selenogradsk, die auf hohem Niveau unterrichtet. Viele hochbegabte Musiker, die später in großen Orchestern engagiert werden, haben an der Einrichtung in Selenogradsk ihre ersten Erfahrungen gesammelt.

Zunächst werden die Besucher in der Rolandstadt um 11.15 Uhr einen kurzen Einblick in ihr Können auf dem Rathausplatz geben. Anschließend erfolgt im Ratssaal ein Empfang durch Bürgermeister Niels Schmidt. Nachmittags bleibt den Gästen kurz Zeit für einen Ausflug an die Elbe, dann jedoch folgen Proben und Vorbereitungen für den abendlichen Auftritt. Ab 19.30 Uhr werden die Kinder und Jugendlichen nach einer Begrüßung durch Stadtpräsidentin Sabine Lüchau ein zweistündiges Programm präsentieren.

„Wir bedanken uns bei der Stadt, den Stadtwerken, der Stadtsparkasse und der freiwilligen Feuerwehr für die Unterstützung“, so Mitorganisator Günter Helms. Die Blauröcke unter der Regie von Jürgen Geschwandtner stellen nicht nur ihre Wache als Umkleide- und Verpflegungsstätte zur Verfügung, sondern packen auch beim Aufbau im Barlach-Saal kräftig mit an und sorgen für Sicherheit. Für die Technik zeichnet Andy Neil verantwortlich. Der ehemalige Intendant des Theater Wedel hat aus alter Verbundenheit zugesagt und kümmert sich jetzt um die Beleuchtung. „Dafür sind wir sehr dankbar“, betonte Helms. Neil sieht Schwierigkeiten darin, dass sich der Saal nicht abdunkeln lässt.

Karten für „Jantar“ - das musikalisch-russische Feuerwerk - gibt es im Vorverkauf bei den Buchhandlungen Steyer in Wedel (Bahnhofstraße) und im Hamburger Stadtteil Rissen. Erwachsene zahlen zwölf Euro, für Kinder, Schüler und Studenten kostet der Eintritt acht Euro.

Pinneberger Tageblatt
Von Sonja Frank