19.07.2004
Russische Praktikantinnen arbeiten bis Mitte August im Kreis Pinneberg. Natalia Reitor und Anastassija Volkova studieren an der Universität Kaliningrad Ökologie und Management. Im Kreis Pinneberg machen die beiden Frauen jetzt Praktika und sind von Landrat Wolfgang Grimme und Kreispräsident Burkhard E. Tiemann empfangen worden.
Pinneberg. Die Eindrücke, die Natalia und Anastassija bisher in Deutschland gesammelt haben, sind positiv. Die Menschen seien hilfsbereit und freundlich, die Aufgaben interessant und ihre zweimonatige Wahlheimat Elmshorn schön.
Die beiden Frauen machen derzeit in verschiedenen Unternehmen des Kreises Pinneberg ein Praktikum. Die angehende Ökologin Natlia Reitor verbrachte bereits zwei Wochen im Fachdienst Umwelt der Kreisverwaltung, gewinnt in dieser Woche wertvolle Einblicke im Hetlinger Klärwerk und wird bis zum 13. August für den Naturschutzbund (NABU) arbeiten. Besonders der Aufenthalt im Klärwerk ist für die junge Frau interessant. Ihre Diplomarbeit will sie über den Zusammenhang zwischen sauberem Wasser und der Gesundheit schreiben. Ich hoffe, wir werden in fünf bis zehn Jahren in Russland genauso moderne Anlagen haben, wie hier in Deutschland, sagte Natalia in gutem Deutsch.
Anastassija Volkova absolvierte bereits ein Praktikum im Integrationskindergarten der Lebenshilfe und arbeitet jetzt bis zum 20. August bei der Telekom in Halstenbek. Die angehende Managerin interessiert sich besonders für das Management in Deutschland.
Landrat und Kreispräsident waren angetan über das Engagement der beiden Russinnen. Ausländische Berufspraktika bieten gute Möglichkeiten, eine andere Kultur kennen zu lernen, sagte Landrat Grimme. Er lobte die Unternehmen für die Bereitstellung von Praktikumsplätzen und forderte andere Firmen auf, dem Beispiel zu folgen. Ein dickes Lob hatten Verwaltungschef und Kreispräsident auch für den Verein Selenogradsk und dessen Vorsitzende Gabriele Kascha übrig. Der Verein pflegt die Partnerschaft mit der Pinneberger Partnerregion Selenogradsk bei Kaliningrad, organisiert die Praktika und vermittelt die Praktikanten in Gastfamilien.
Gabriele Kascha, Wolfgang Grimme und Burkhard E. Tiemann wünschen sich jedoch, dass auch deutsche Jugendliche nach Russland gehen. Wir wollen aus der Einbahn- eine Zweibahnstraße machen, sagte Grimme. Entsprechende Vereinbarungen wurden in Russland geschlossen.
Das ist in Russland auch viel spannender als in den USA, warb Grimme, der zweimal in Selenogradsk war.
Uetersener Nachrichten
Von Sebastian Kimstädt





