22.11.2004
Der Walter-Damm-Preis, eine vom SPD-Kreisverband gestiftete Auszeichnung, geht in diesem Jahr an die 1995 gegründete Gemeinschaft. Gestern Vormittag wurde im Bürgerhaus Appen der mit 1500 Euro dotierte Preis an die Initiatoren und langjährigen Vorsitzenden, Gabriele und Gerhard Kascha, übergeben. Für die Laudatio hatte SPD-Kreischef Hans-Helmut Birke Ministerpräsidentin Heide Simonis gewinnen können. Etwa 100 Gäste, darunter außer sozialdemokratischer Politprominenz auch Kreispräsident Burkhard E. Tiemann (CDU) sowie eine Reihe von Bürgermeistern aus dem Kreisgebiet, waren zum Gratulieren gekommen.
„Die Anwesenheit der Ministerpräsidentin ist eine Würdigung des Lebenswerks von Walter Damm und zugleich eine Würdigung der vielen Menschen, die im Kreis Pinneberg ehrenamtlich tätig sind“, führte Birke aus. Und die 24 Bewerbungen um den Preis verdeutlichten die Vielfalt des Ehrenamts im Kreis.
Die Ministerpräsidentin erinnerte an den Namensgeber des Preises, den früheren Pinneberger Landrat, Landtagsabgeordneten und Landesminister: „Mit diesem Preis hat die Sozialdemokratie in Schleswig-Holstein Walter Damm ein passendes und dauerndes Andenken geschaffen.“
In der Laudatio lobte Simonis die Arbeit des Vereins: „Freiwilliges Engagement macht unsere Gesellschaft insgesamt lebendiger und reicher.“ Dies müsse gefördert und erhalten werden. Als sie von den zahlreichen Projekten des Vereins Selenogradsk erfuhr, sei sie „schwer beeindruckt“ gewesen, bekannte die Ministerpräsidentin. „Ich merkte sofort, hier engagieren sich Menschen mit Leidenschaft und Neugier, mit Herz und Verstand sowie mit Professionalität und Kreativität.“ Diese Projekte könnten nicht „mal eben so“ organisiert werden.
Dahinter steckten hunderte fleißige Hände, viele ideenreiche Köpfe und ganz viel Herz und Breitschaft, Völkerverständigung nicht nur einfach in den Mund zu nehmen, sondern praktisch zu leben. „Man merkt den Willen und die Kraft, diese Faszination für eine soziale und gesellschaftlich gute Sache weiterzugeben und auch andere dafür zu begeistern. Das ist Ihnen in den vergangenen Jahren bestens gelungen“, so Simonis.
Gabriele Kascha bedankte sich im Namen des Vereins für die Auszeichnung. In den vergangenen neun Jahren hätten sich zwischen den Menschen im Rayon Selenogradsk und im Kreis Pinneberg sehr viele intensive Beziehungen entwickelt. Die Partnerschaft sei längst über die Grenzen des Kreises hinausgewachsen.
Pinneberger Tageblatt
Von Thomas Krohn





