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11.04.2005

 

 

Der Selenogradsk-Verein bietet seit zehn Jahren Rußland-Touren an. Bereits zum 10. Mal richtet der Verein Selenogradsk eine Tour mit umfangreichem Ausflugsprogramm auf die Kurische Nehrung aus.

 
 Elmshorn. Leute und Landschaft kennen und schätzen lernen, das bietet seit zehn Jahren der Verein Selenogradsk mit interessanten Reise-Angeboten nach dem russischen Selenogradsk, dem früheren Cranz. Stets steht die Begegnung zwischen Deutschen und Russen im Mittelpunkt. „Das macht die Touren so einzigartig, denn Pauschalangebote mit austauschbaren Ausflügen auf die Kurische Nehrung sind in nahezu jedem Reisebüro zu haben“, so Gabriele Kascha, die mit ihrem Mann Gerhard die Touren organisiert und, so betont sie –nur gute Erfahrungen während der Urlaubsfahrten gemacht hat.
 
 Auch in diesem Sommer vom 21. Juli bis zum 1. August startet wieder ein Bus Richtung Selenogradsk. „Diese Form des Reisens ist eine reizvolle Gelegenheit, diesen Teil des einstigen Ostpreußens zu erkunden“, betont Kascha. Denn nicht nur die Landschaft und das Strandleben wird kennengelernt, sondern auch der russische Alltag.“ Und diesen besonders nah: „Die Unterbringung erfolgt in Familien vor Ort.“ Angst vor mangelnden Sprachkenntnissen müssen die Reisenden nicht haben. „Unser Verein bietet seit langem Deutschkurse in Selenogradsk an. Viele Russen sind sehr daran interessiert, die Sprache zu erlernen.“ Außerdem „sind die Teilnehmer immer wieder überrascht, wie man sich mit Kreativität und Einfühlungsvermögen auf beiden Seiten weiterhelfen kann.“ Zum Besuchsprogramm gehören Tagesfahrten nach Svetlogorsk, dem einstigen Rauschen, Kaliningrad, vormals Königsberg, und Tschernjachowsk, einst Insterburg. Auch die Vogelwarte und die Dünenlandschaft auf der Kurischen Nehrung werden besichtigt. Außerdem steht ein Abstecher auf die litauische Seite auf dem Programm. „Diese Landschaft begeistert mich jedes Jahr aufs Neue“, so Kascha, die auch wieder mit dabei ist. Fast 98 Kilometer lang und 3,8 Kilometer breit ist die Landzunge an der Nahtstelle von Mittel- und Osteuropa. Die einzigartigen Dünen gehören zu den höchsten des Kontinents. Die Kurische Nehrung ist zweigeteilt. Die nördliche Hälfte gehört zu Litauen, die südliche zu Rußland. 1987 wurde sie zum Nationalpark erklärt.
 Auf der Hinfahrt sind Übernachtungen in Bydgoszcz, Bromberg, und auf der Rücktour in Gdansk, das frühere Danzig, geplant. Dort wird eine Stadtführung angeboten.
 Die Reiseofferte richtet sich laut Kascha „nicht nur an sogenannte Heimwehtouristen, die aus Ostpreußen stammen, sondern an Jedermann.“
 Weitere Informationen erhalten Interessenten im Internet unter www.selenogradsk.de oder unter der Telefonnummer 04121-92385.

 
 Uetersener Nachrichten
 Von Michelle Kossel.