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18.08.2006

 

 

Mit Blaulicht hat sich am Donnerstag eine Delegation des Kreisfeuerwehrverbands (KFV), der örtlichen Freiwilligen Feuerwehr und des Rettungsdienstes vom Parkplatz der Wedeler Feuerwache in Richtung Selenogradsk verabschiedet. Die achtköpfige Gruppe um Kreiswehrführer Bernd Affeldt aus Borstel-Hohenraden und den ehemaligen stellvertretenden Wedeler Wehrführer Jürgen Geschwandtner ist mit drei Fahrzeugen und zahlreichen Hilfsgütern auf dem Weg in die russische Enklave an der Ostsee.
 
 Zu diesem Kreis gehört außerdem Lena, die Pflegetochter von Affeldt. Sie kommt aus Selenogradsk, geht in Hamburg zur Schule und fungiert während der Reise als Dolmetscherin.
 
 Die Hilfe für die Feuerwehr in Selenogradsk, aber auch für das dortige Krankenhaus, das Kinderheim und die Musikschule, ist von Geschwandtner und Affeldt initiiert und organisiert worden. Die Feuerwehr in Selenogradsk ist – nach deutschen Maßstäben gemessen – schlecht ausgestattet. 30 Männer, aufgeteilt in drei Schichten je zehn Kräften, sind für ein Gebiet von der Größe des Kreises Pinneberg zuständig, in dem etwa 32000 Menschen leben. Die Anfahrtszeit kann bis zu 40 Minuten betragen.
 
 Laut Affeldt sind Technik und Schutzkleidung, die in Deutschland nicht mehr genutzt werden dürfen, bei den russischen Kameraden hoch willkommen und eine große Hilfe bei der Bewältigung ihrer Aufgaben. Zahlreiche Feuerwehren aus dem Bereich des Kreises haben zu diesem Transport beigetragen. Verladen wurden in Wedel unter anderem eine Tragkraftspritze, Kohlenstoffdioxid- und Pulverlöscher verschiedener Größen, Armaturen und Schläuche, Schutzkleidung sowie Helme. Sogar ein Schlauchboot ist dabei.

Pinneberger Tageblatt