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31.07.2006

 

 

Wedel wird in diesem Jahr zum Ort eines großen Finales, das zudem – wenn auch notgedrungen – Exklusiv-Charakter hat. Wenn die Musikschule Selenogradsk auf Einladung des Fördervereins ihre kleinen Künstler und befreundete Ensembles zur diesjährigen Tournee durch den Partnerkreis Pinneberg schickt, dann dürfen sich die Rolandstädter auf das Abschluss-Konzert freuen.

 
 Am Sonntag, 3. September, stehen die Musiktalente auf der Bühne des Theater Wedel, Rosengarten 9, wo sie ihr beliebtes russisches Feuerwerk „Jantar“ zünden werden – einmal und mit deutlich geringeren Sitzplatz-Kapazitäten als noch im vergangenen Jahr. Da füllten die Jungkünstler noch den Barlach-Saal. Der steht auf Grund von Renovierungsarbeiten nicht zur Verfügung. Damit dürften die raren Tickets nicht lange in der Vorverkaufsstelle, der Buchhandlung Steyer, liegen bleiben. Ab heute können die Karten erworben werden zum Preis von zwölf Euro für Erwachsene sowie sechs Euro für Kinder, Schüler und Studenten. Das Familien-Paket kostet 25 Euro.
 
 Was erwartet die Fans der russischen Seele, die sich in Tanz und Liedgut mit hohem künstlerischen Anspruch Ausdruck verschafft? Die Zuschauer dürfen sich wieder auf die Darbietungen der international beachteten Gruppe „Pljassizi“ freuen. Unter der Leitung von Tamara Sidorova, flankiert von Chormeisterin Larissa Sewastjanowa, haben sich die Kinder und Jugendlichen von sieben bis 15 Jahren der Tradierung des russischen Kulturguts in Tänzen und Gesängen verpflichtet.
 
 Zudem konnte Gabriele Kascha, Organisatorin der Konzertreihe und Vorsitzende des Vereins Selenogradsk, auch in diesem Jahr das Orchester „Mosaica “ aus Welijki Novgorod für einen Besuch gewinnen. Das Ensemble aus 50 Jungen und Mädchen im Alter zwischen zehn und 18 Jahren pflegt seit vier Jahren engen Kontakt mit der Kunst- und Musikschule Selenogradsk und gibt gemeinsam mit der befreundeten Gruppe Konzerte. 22 „Mosaica“-Mitglieder werden dieses Jahr mit von der Partie sein und Musik auf traditionellen Instrumenten wie Balalaika, Domra, Bajan und Akkordeon präsentieren.
 
 Erstmals in Deutschland spielt die Tanzgruppe „Krasnodar“ vom Schwarzen Meer. Als Schützlinge einer Art Eliteschule genießen die Jugendlichen vormittags regulären Unterricht und bilden nachmittags ihre künstlerischen Fähigkeiten aus. Mit Selenogradsk tauscht sich die Schule seit zwei Jahren aus. Insgesamt sind im Kreis zwischen 25. August und 3. September sieben Auftritte geplant. Infos: www.selenogradsk.de.

 
 Pinneberger Tageblatt
 Oliver Gabriel