07.05.2006
Felix hat es schon einmal gemacht. Moritz und Jonas auch. Jenny, Ina, Stefan und Christian sind zum ersten Mal dabei. Sie alle gehören zu einer 14-köpfigen Gruppe, die sich im Sommer aufmacht, um in Russland zu arbeiten. Ihr Ziel: Gemeinsam mit einer Gruppe junger Russen einen Spielplatz ausbauen.
„Wir haben schon dreimal Spaß gehabt, das kriegen wir auch ein viertes Mal hin“, freut sich der 20-jährige Jonas aus Elmshorn auf seinen vierten Arbeitseinsatz. Seine „Mittäter“ sind zwischen 16 und 25 Jahren alt. Sie wollen kräftig anpacken, denn eine im Wortsinn schwere Arbeit liegt vor ihnen.
Ein bestehender aber karger Spielplatz in Lesnoe auf der kurischen Nehrung soll umgestaltet werden. Die Entwürfe hat der russische Künstler und Baumeister bereits geschickt. Ein bestehender Kletterbogen aus Metall wird zu einem halb versunkenen Schiff. Zwischen zwei Bäumen soll eine reich verzierte Bank entstehen. Eine Rutsche wird mit einem neuen Kletterturm zum Notausgang für Ritter und Burgfräulein.
Für den Bau wird vor allem Holz verwendet. „Es ist kein Problem, in Russland an Holz zu kommen“, erklärt Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk anlässlich eines Treffens mit den Teilnehmern. Der Verein organisiert in Zusammenarbeit mit dem Kreisjugendring (KJR) den Spielplatzbau.
Doch die jungen Leute werden nicht nur arbeiten. Auch ein Besuchs- und Informationsprogramm ist geplant. „Sie sollen etwas von Land und Leuten kennen lernen, Kontakte knüpfen“, finden die Organisatoren. Eine Form der Völkerverständigung, die die Stiftung der Sparkasse Südholstein gern unterstützt. In diesem Jahr gibt es 3000 Euro für die Aktion. Damit sind Reise- und Verpflegungskosten abgedeckt.
Leider fehlt es noch an Material. Von einfachen Dingen wie Arbeitshandschuhen und Schutzbrillen bis hin zu Geräten wie Ketten- oder Handkreissägen kann die Gruppe alles gebrauchen, was für die Bearbeitung von Holz und Metall notwendig ist. Auch Spaten, Schubkarren, Handsägen und Hammer sowie Bohrmaschine, Elektrohobel und Schrauben werden gebraucht.
Wer funktionstüchtiges Werkzeug oder überzählige Pinsel hat, kann die Aktion „Spielplatzbau“ mit seiner Sachspende unterstützen. Die Koordination über Materialien und Geräte übernimmt der KJR.
Ansprechpartner ist Geschäftsführer Ingo Waschkau. Er ist unter der Rufnummer (04103) 900260 zu erreichen.
Pinneberger Tageblatt





