08.05.2006
14 junge Menschen aus dem Kreisgebiet reisen am 20. Juli auf die Kurische Nehrung. Für ihr Arbeitsprojekt benötigt die Gruppe noch diverse Werkzeuge und Materialien. Wer kann helfen?
Wer noch eine funktionsfähige Bohrmaschine, eine gut erhaltene Flex, Hammer, Akkuschrauber, Spaten, Schaufel oder Schutzbrille für einen guten Zweck loswerden will , für den ist das "Spielplatzprojekt 2006" genau das Richtige.
Zum vierten Mal zeigen 14 junge Menschen, vornehmlich aus dem Kreis Pinneberg, den Mut und das Engagement, in den Partnerkreis nach Rußland zu fahren und dort einen Spielplatz zu bauen.
"Dafür brauchen wir alles mögliche an Werkzeug und Materialien wie etwa Gewindestangen, Scheiben, Schrauben und Muttern", sagt Jonas (20) aus Elmshorn, der bereits ein alter Hase in Sachen Spielplatzbau ist. Natürlich sind nagelneue Geräte ebenso hochwillkommen.
Koordiniert wird das Projekt von der Jugendgruppe des Vereins Selenogradsk und dem Kreisjugendring Pinneberg. Erstmalig wird die Aktion auf der Kurischen Nehrung in Lesnoe stattfinden. Dort werden die zwölf jungen Männer und zwei jungen Frauen im Alter von 16 bis 25 vom 20. Juli bis 3. August mit jungen Russen arbeiten, wohnen und eine Menge Freizeitaktivitäten unternehmen. Spielplätze wurden in den Vorjahren bereits an einem Kinderheim, einem Kindergarten und an einer Schule gebaut.
Ohne Zuschüsse vom Kreis und vor allem die großzügige Unterstützung der Stiftung der Sparkasse Südholstein wäre diese Aktion gar nicht möglich. Stiftungsvertreterin Urte Steinberg freute sich, den engagierten jungen Leuten die frohe Nachricht von einer Aufstockung der Mittel von 2500 auf 3000 Euro für die Materialien zu überbringen. "Was hier geleistet wird, ist ein ganz toller Beitrag zur Völkerverständigung."
Gabriele Kascha, die Vorsitzende des Vereins Selenogradsk bestätigte, wie wichtig die Aktion gerade auch für die Russen ist. Daß junge Menschen in ihr Land kommen, um dort zu helfen und zu arbeiten, werde als große Anerkennung gesehen.
Wer wissen will, wo er Geräte und Materialien für das "Spielplatzprojekt 2006" abgeben kann, wende sich an Ingo Waschkau vom KJR (Telefon: 04123/90 02 61) oder Gabriele Kascha (Telefon: 04121/923 85). Mehr über die Partnerschaft zwischen Kreis Pinneberg und dem russischen Rayon Selenogradsk unter www.selenogradsk.de
Pinneberger Zeitung





