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07.04.2007

 

 

Jugend-Austausch Delegation aus dem Kreis besuchte die Partnerregion in Russland
Einheimische wünschen sich mehr Freizeitprogramme. Alle Anregungen und Gedanken sollen nun ausgewertet werden.

Sechs Tage lang hat eine Delegation von zehn Vertretern unterschiedlichster Jugendorganisationen des Kreises in Selenogradsk verbracht. Für die Mehrzahl der Teilnehmer war es der erste Aufenthalt im russischen Partnerkreis.

"In Russland gibt es keine Sportvereine in unserem Sinne. Staatliche Sportschulen bieten ein kostenloses Angebot, jedoch steht der Leistungsgedanke im Vordergrund", fasst Stefan König, Vorsitzender der Sportjugend im Kreis, zusammen. Er und die Vertreter des Kreises setzten sich an einem runden Tisch mit russischen Jugendlichen zusammen.

Dabei wünschten sich die Einheimischen mehr Freizeitprogramme vor Ort. Sie schlugen vor, so etwas wie die erfolgreiche Aktion Ferienpass in Russland anzubieten und eine gemeinsame Ausbildung zu Jugendgruppenleitern vorzubereiten. Alle Anregungen und Gedanken sollen nun ausgewertet und auf ihre Machbarkeit hin geprüft werden.

Desweiteren stand ein Besuch auf der Kurischen Nehrung auf dem Programm, wo russische Jugendliche und Gäste aus dem Kreis voriges Jahr einen Spielplatz gebaut hatten. Eine Visite in Kaliningrad, wo die Kreis-Delegation auf die seit sechs Monaten amtierende Jugendregierung traf, hinterließ einen bleibenden Eindruck. "Beeindruckend ist, wie ernst dort die Beteiligung von Jugendlichen genommen wird", so Ekkehard Maase, Jugendpastor und Vorsitzender des Kreisjugendrings (KJR). Die Heranwachsenden teilen die 15 Ministerresorts unter sich auf und beraten die echten Mandatsträger, wenn es um jugendspefizische Themen geht.

Im Jugendzentrum mit seiner 17 Meter hohen, in das Gebäude integrierten Kletterwand ging es für einige Mitglieder der Delegation hoch hinaus. "Die Köpfe sind voll von Ideen und Eindrücken, wie wir in Zukunft gemeinsam Kinder und Jugendarbeit gestalten könne", so Alexander Luttmann vom KJR.

Pinneberger Zeitung