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13.01.2007

 

 

Fünf Gastschüler aus der Partnerregion Selenogradsk suchen noch eine Bleibe bei Pinneberger Familien.

Acht Jugendliche aus Selenogradsk möchten ein Gastschuljahr im Kreis Pinneberg verbringen. Nach aktuellem Stand können einige Mädchen jedoch ihre Reise nicht antreten. Denn: Bis jetzt sind lediglich zwei Familien gefunden worden, die die Jugendlichen aufnehmen. "Wir suchen noch ganz dringend Familien für fünf Mädchen im Alter von 16 Jahren", sagte Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk.

Die Vereinsvorsitzende betreut die Gastschüler sowie deren Familien während des Aufenthalts. Mithilfe der Mitglieder des Vereins Selenogradsk-Pinneberg bereitet sie die Jugendlichen auf ihren Aufenthalt vor. Bislang gelang es dem Verein, 49 Gastschüler im Kreis Pinneberg unterzubringen. "Die Erfolgsquote betrug dabei 98 Prozent", so Kascha. Nur eine Gastschülerin habe "wegen massiver Anpassungsprobleme" das Gastschuljahr abgebrochen und sei nach Hause gefahren.

Vor Reiseantritt müssen die Schüler noch einige Steine aus dem Weg räumen: Falls Familien gefunden werden, fliegen die Jugendlichen ins 2000 Kilometer entfernte Moskau. Dort müssen sie dann mindestens ein bis zwei Wochen um ihr Visum bangen. In Deutschland bietet der Selenogradsk-Verein den Schülern ein umfangreiches Programm. Die Schüler besuchen die Schule am Wohnort ihrer Familien, absolvieren Praktika und reisen nach Berlin. Einige haben sogar die Chance, Straßburg zu besichtigen.

Der Verein gewährt neben der Betreuung auch die Versicherungskosten sowie ein monatliches Taschengeld. Der Kreis Pinneberg übernimmt die Kosten für Klassenreisen und eventuelle Prüfungs gebühren.

Die Jugendlichen kommen in der letzten Woche der Sommerferien an und bleiben bis zum nächsten Jahr. Wer interessiert ist, einen Schüler aus der Oblast Kalinigrad aufzunehmen, kann sich per e-mail unter verein@selenogradsk.de oder telefonisch (nachmittags und abends) unter (0 41 21) 9 23 85 melden.
 

Pinneberger Tageblatt