12.01.2007
Acht Jugendliche aus der Partnerregion Selenogradsk haben sich beworben.
Acht junge Menschen aus der Partnerregion Selenogradsk haben sich für ein Gastschuljahr im Kreis Pinneberg beworben. Jedoch: Wenn das neue Schuljahr jetzt und nicht erst im August beginnen würde, könnten lediglich drei von ihnen untergebracht werden. "Wir suchen noch ganz dringend Gastfamilien für fünf junge Mädchen im Alter von 16 Jahren", so Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk.
Ihre Mitstreiter haben in den vergangenen Jahren bereits 49 Wissbegierige aus Selenogradsk eine zweite Heimat vermittelt - mit einer Erfolgsquote von 98 Prozent, wie Kascha betont. "Nur eine Gastschülerin musste in dieser Zeit wegen Anpassungsproblemen vorzeitig nach drei Monaten nach Hause fahren."
Um die Reise überhaupt antreten zu können, müssen die Gastschüler einige Hürden aus dem Weg räumen. Falls sich genügend Familien finden, müssen sie ins 2000 Kilometer entfernte Moskau fliegen - und dort vor Ort üblicherweise ein bis zwei Wochen um ihr Visum bangen.
In Deutschland angekommen, erwartet sie ein umfangreiches Programm, das der Selenogradsk-Verein auf die Beine stellt. Sie müssen die Schule am Wohnort der Familie besuchen, lernen parallel die deutsche Sprache (die Mittelstufenprüfung ist je nach Eignung möglich) und besuchen die Hauptstadt Berlin sowie eventuell das Europaparlament Straßburg. Auch zwei Praktika sind geplant.
Der Verein übernimmt die Betreuung in Deutschland und stellt sicher, dass sich die Gastschüler noch in Russland optimal auf ihren Aufenthalt vorbereiten. Auch die Versicherungskosten, eventuelle Sonderausgaben sowie das monatliche Taschengeld wird übernommen, Kosten für Klassenreisen und Prüfungen trägt der Kreis.
Die jungen Leute reisen in der letzten Woche der Sommerferien an und bleiben genau ein Jahr. Wer sich für die Aufnahme einer Gastschülerin interessiert oder weitere Auskünfte wünscht, kann per E-Mail unter www.verein@ selenogradsk.de oder telefonisch (ab dem frühen Nachmittag) unter 04121/923 85 Kontakt aufnehmen.
Pinneberger Zeitung





