24.08.2008
„Deutsche Tage“ in der Partnerregion Selenogradsk. Eine Delegation aus dem Kreis Pinneberg mit Kreispräsident Burkhard E. Tiemannund Landrat Wolfgang Grimme an der Spitze ist zu den „Deutschen Tagen“ nach Selenogradsk gereist und hat die Partnerschaft zu der Region weiter vertieft.
Die Delegation erlebte bei ihrem Besuch am vorvergangenen Wochenende eine dynamische Region im Aufbruch. „Selenogradsk entwickelt sich rasant. Bei jedem Besuch ist wieder etwas neues entstanden“, berichtet Burkhard E. Tiemann (CDU) jetzt nach der Rückkehr aus der Partnerregion. Sein Vorgänger und jetziger Stellvertreter, Dietrich Anders (SPD), ergänzt, dass sich in Selenogradsk im zurückliegenden Jahrzehnt sehr viel positiv entwickelt habe. Straßen und Gebäude seien renoviert worden. Auch die Sauberkeit habe sich verbessert, stellten die Kreispolitiker fest. „Die Verbesserungen machen sich in erster Linie an kleinen Dingen fest“, sagt Dietrich Anders.
Und die Verwaltung des Kaliningrader Gebietes, dem ehemaligen Nord-Ostpreußen, will die Region noch weiter entwickeln. Die russischen Gastgeber stellten den Besuchern aus dem Kreis Pinneberg eine Strategie vor, mit der die Region für die Zukunft fit gemacht werden soll. Bis 2016 sollen insgesamt 40 Milliarden Rubel (etwa 1,1 Milliarden Euro) in den Tourismus, die Verkehrsinfrastruktur und den Wohnungsbau investiert werden.
Angesichts dieser Pläne verliert die direkte materielle Hilfe des Kreises Pinneberg für den Rayon Selenogradsk zunehmend an Bedeutung. Tiemann und Anders unterstreichen jedoch, dass beispielsweise das Krankenhaus in Selenogradsk Dank der Hilfe des Kreises zu einem Hospital geworden sei, das im gesamten Oblast einen guten Ruf genieße.
Anlass für den Besuch des Kreispräsidenten, seinen beiden Stellvertretern Dietrich Anders und Martina Kaddatz (CDU) sowie den Verwaltungsmitarbeitern Kerstin Kiesel und Andreas Köhler im Partnerkreis waren die ersten „Deutschen Tage“ in Selenogradsk.
Zwei Tage lang wurde in dem Seebad am südlichen Ende der Kurischen Nehrung gefeiert. Einer der Höhepunkte der Feierlichkeiten war die Pflanzung von 20 neuen Bäumen auf der „Allee der Freundschaft“. Die breite Straße zwischen dem Stadtplatz und der Strandpromenade wurde bereits vor zehn Jahren als sichtbares Zeichen der Verbundenheit zwischen Pinneberg und Selenogradsk angelegt. Bei seiner Rede auf dem Stadtplatz bezeichnete der Kreispräsident die „Deutschen Tage“ als einen Höhepunkt in den Beziehungen zwischen den beiden Kreisen und betonte, dass eine Partnerschaft nicht von oben diktiert werden dürfe, sondern von den Menschen vorgelebt werden sollte.
Uetersener Nachrichten





