06.08.2008
"Jantar - ein musikalisch-russisches Feuerwerk" nennt der Verein Selenogradsk die Konzert-Tournee junger Künstler aus Mittel- und Westrussland. Dass dies kein vages Versprechen, sondern tatsächlich Kulturgenuss der besonderen Art ist, wollen die Jungen und Mädchen der verschiedenen Ensembles ab 5. September an gleich sechs Schauplätzen im Kreis Pinneberg unter Beweis stellen.
Musik ist die Sprache der Engel, war sich einst der schottische Schriftsteller und Historiker Thomas Carlyle sicher. Und Engelhaftes haben sie an sich, die russischen Jungen und Mädchen, die mit ihren hellen Stimmen Anfang September die Konzertsäle des Kreises Pinneberg erfüllen, mit ihren Instrumenten die russische Seele zum Klingen bringen und mit ihren Tänzen die pure Lebenslust vor Augen führen wollen. Und so dürfen sich die Besucher der Darbietungen gewiss sein, dass das gewählte Motto "Jantar - ein musikalisch-russisches Feuerwerk" weit mehr ist als ein vages Versprechen.
Seit 14 Jahren ist es der Verein Selenogradsk, der im Rahmen der Kreispartnerschaft zwischen Pinneberg und dem Rayon Selenogradsk diese Veranstaltungen ermöglicht und keine Mühen scheut, der Freundschaft auf klangvolle Art und Weise Leben einzuhauchen. Einen Part davon füllt die Tanz- und Gesangsgruppe "Pljassizi" aus, deren Ensemblemitglieder zwischen acht und 17 Jahren alt sind und sich dem russischen Kulturgut verschrieben haben. Werke von Rachmaninow, Tschaikowski, Mozart und Mendelssohn, aber auch viele christliche Lieder und Choräle werden die zwölf bis 15 Jahre alten Sänger des Chors "Gloria" dem Publikum zu Gehör bringen. Das Orchester "Mosaica" mit 50 Instrumentalisten im Alter von zehn bis 18 Jahren lässt Balalaika, Domra, Bayan und Akkordeon erklingen. Was es bedeutet, Rhythmus im Blut zu haben, zeigt dann die Formation "Junij novgorodez" - ein Tanzensemble, das im Laufe seines Bestehens seit 1987 zahlreiche renommierte Preise erringen und schon viele Tourneen bestreiten konnte.
Der Auftakt der insgesamt fünf Konzerte ist für Freitag, 5. September, in der Stadt Wedel geplant. Bevor sich jedoch der Vorhang um 19.30 Uhr hebt, dürfen sich die 80 jungen Gäste aus Russland in Ruhe den Ort anschauen, nach Herzenslust kostenfrei in der Badebucht planschen und gemütlich auf dem Hof der Freiwilligen Feuerwehr grillen. Möglich macht das das Engagement von Günter Helms, der in Kooperation mit den Brandbekämpfern und den Stadtwerken dieses bunte Beiprogramm auf die Beine stellen konnte. Und auch Heidgrabens Bürgermeister Udo Tesch heißt die russischen Künstler persönlich willkommen und lädt zum Grillen ein. Engagement, über das sich Gabriele Kascha, Vorsitzende des Vereins Selenogradsk, sehr freut und für das sie dankbar ist - wie auch den Gastfamilien, die den jungen Künstlern die Unterkunft stellen.
Übrigens werden die Sänger, Tänzer und Musiker nicht nur während der Konzerte ihr Können unter Beweis stellen. Am Sonnabend, 6. September, geben sie eine Kostprobe ihres Könnens kostenfrei während der "Musik zur Marktzeit" in der Nikolaikirche Elmshorn. Dann werden die mitreißenden Klänge das Gotteshaus erfüllen und wohl einen Hauch fernes Russland zu spüren sein.
Pinneberger Tageblatt





