29.01.2011
Die drei Jahre alte Anna aus Selenogradsk hat wieder Grund zur Freude: Dank ihres Rollators kann das kleine Mädchen bereits 20 Schritte zurücklegen. Zwar sei sie noch nicht stark genug, um eine längere Strecke zu laufen, "aber das ist doch schon etwas", berichtet Gabriele Kascha, Vorsitzende des Kreis-Pinneberger Vereins Selenogradsk. Die Organisation kümmert sich um die Partnerschaft mit dem russischen Rayon.
Anna, die aufgrund von sogenannten Spitzfüßen von Geburt an weder krabbeln noch gehen konnte, wurde Anfang Dezember in der Regio-Klinik in Pinneberg operiert. Dabei wurden die Achillessehnen beider Füße durchtrennt und leicht verlängert. Für das kleine Mädchen, das in den kommenden drei Jahren mit Hilfe des Rollators das Fortbewegen erlernen soll, sind die ersten selbstständig zurückgelegten Wege ein Geschenk des Himmels. Denn: "Wer noch nie gelaufen ist, kann das nicht sofort", sagt der behandelnde Arzt Dr. Markus Stücker. Zur Unterstützung trägt Anna weiterhin Orthesen, die ihr ein sicheres Gefühl und Stabilität geben. Schließlich müsse sie viel stehen und gehen, um zu verhindern, dass sich die Spitzfüße wieder ausprägen. Kascha, die im regelmäßigen Kontakt mit Anna steht, berichtet auch, dass die Schmerzen im rechten Bein nachgelassen haben.
Im März wird das kleine Mädchen wieder nach Pinneberg reisen: zum Kontrolltermin.
Pinneberger Tageblatt





